{"id":3363,"date":"2018-08-07T15:38:01","date_gmt":"2018-08-07T14:38:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pro-humanitaet.de\/?p=3363"},"modified":"2020-08-03T09:54:47","modified_gmt":"2020-08-03T08:54:47","slug":"wer-hilft-uns-in-benin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pro-humanitaet.de\/fr\/wer-hilft-uns-in-benin\/","title":{"rendered":"Wer hilft uns in Benin ?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Seit mehr als zwei Jahrzehnten engagiert sich die Hilfsorganisation APH (Aktion pro Humanit\u00e4t) in Westafrika. Es konnte eine Krankenstation gebaut werden, vor vier Jahren wurde sogar ein Operationscontainer im Busch installiert \u2013 alles mit Hilfe von Spenden. Im November wird eine Kinderstation er\u00f6ffnet. Nun brauchen wir Hilfe.<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Von Dr. Elke Kleuren-Schryvers, Vorstand der Stiftung Aktion pro Humanit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/pro-humanitaet.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Untersuchung-in-der-Kleinkindstation.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-square wp-image-2811 alignleft\" src=\"https:\/\/pro-humanitaet.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Untersuchung-in-der-Kleinkindstation-180x180.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/pro-humanitaet.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Untersuchung-in-der-Kleinkindstation-180x180.jpg 180w, https:\/\/pro-humanitaet.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Untersuchung-in-der-Kleinkindstation-80x80.jpg 80w, https:\/\/pro-humanitaet.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Untersuchung-in-der-Kleinkindstation-36x36.jpg 36w, https:\/\/pro-humanitaet.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Untersuchung-in-der-Kleinkindstation-120x120.jpg 120w, https:\/\/pro-humanitaet.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Untersuchung-in-der-Kleinkindstation-450x450.jpg 450w\" sizes=\"(max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a>Das <strong>Krankenhaus<\/strong> der Aktion pro Humanit\u00e4t im westafrikanischen Benin wurde 1995 er\u00f6ffnet. Seit mehr als 20 Jahren entwickelt sich dort in der l\u00e4ndlichen Region des Mono\/Couffo ein medizinisches Versorgungszentrum der besonderen Art. <strong>Begonnen<\/strong> hat es <strong>mit<\/strong> wirklicher medizinischer <strong>Basis\u00adversorgung<\/strong> der Menschen dort. Es war eine afrikanische Buschkrankenstation wie sie in unser aller Vorstellung existiert. Dann mit dem Auftreten und der Verbreitung von Aids gerade in dieser Region des Landes Benin, einer sogenannten hot-spot-Region, wurde das <strong>heutige Hospital zu einem spezialisierten Zentrum f\u00fcr die Diagnostik und Therapie von HIV\/Aids<\/strong>. Bis heute ist das Krankenhaus in Gohomey, ganz nah am Mono-Fluss und an der Grenze zu Togo, das zweitgr\u00f6\u00dfte Behandlungs\u00adzentrum f\u00fcr Aids und seine Co-Infektionen. 865 Patienten stehen dauerhaft unter antiretroviraler Therapie.<\/p>\n<p><strong>2015<\/strong> war ein weiteres Jahr, das in die Geschichte des Projektes und der Gesundheitsversorgung der Menschen in dieser Region eingehen wird. Durch einen privaten Spender konnten zeitgleich eine digitale <strong>R\u00f6ntgenanlage<\/strong> und ein <strong>Operationscontainer<\/strong> angeschafft werden. Somit wurde auch die operative Behandlung, insbesondere auch <strong>Kaiserschnittentbindungen<\/strong> m\u00f6glich. Seitdem nimmt das Krankenhaus eine beeindruckende Entwicklung. Im Mai 2018 gab es 142 Geburten im Krankenhaus in Gohomey, 40 davon waren Kaiserschnitt-Entbindungen. Insgesamt gibt es monatlich ca. 60 Operationen in dem OP-Container (Allgemeinchirurgie\/Traumatologie\/orthop\u00e4dische Chirurgie\u00a0 und Gyn\u00e4kologie) sowie ca. 130 R\u00f6ntgenuntersuchungen pro Monat.<\/p>\n<p>2016 wurde eine moderne Video-Endoskopie installiert. In diesem Jahr 2019 erfolgt die Er\u00f6ffnung einer <strong>p\u00e4diatrischen Fachabteilung mit Neonatologie<\/strong>. Damit ist dann ein weiterer Schwerpunkt f\u00fcr dieses Krankenhaus in dieser Region gesetzt als <strong>Mutter-Kind-Behandlungszentrum<\/strong>.<\/p>\n<p>Mit eigenem <strong>Blutspendedienst<\/strong> mittels mobiler Klinik sowie als staatlich autorisiertem Bluttrans\u00adfusionsposten in diesem l\u00e4ndlichen Departement kommt dem Krankenhaus bereits seit Jahren eine gerade in der Malaria-Saison besonders Leben rettende Bedeutung zu. Aktuell werden ca. <strong>1250 Blutkonserven <\/strong>\/ anno transfundiert. Eine augen\u00e4rztliche Diagnostik wird mehrmals j\u00e4hrlich durch einen mobilen Augenarzt incl. Brillenversorgung auf der Basis der <strong>Ein-Dollarbrille<\/strong> angeboten. Eine Zahnarztpraxis ist auf dem Krankenhausgel\u00e4nde in Bau. <strong>Pro Jahr werden aktuell sicher 25.000 &#8211; 30.000 Menschen<\/strong> in der Region und bis in die Nachbarl\u00e4nder hinein (Togo und Nigeria) <strong>versorgt<\/strong>.<\/p>\n<p>Ein bis zweimal j\u00e4hrlich gibt es neben der medizinischen Arbeit durch einheimisches Fachpersonal auch deutsche medizinische und technische Expertenteams &#8211; vornehmlich des Niederrheins &#8211; die vor Ort gemeinsam mit den einheimischen Kollegen arbeiten und das Zentrum weiter entwickeln.<\/p>\n<p>Ab dem Herbst 2018 wird das Krankenhaus incl. der sozialen und sozialmedizinische Dienstleistungen <strong>85 Mitarbeitende<\/strong> besch\u00e4ftigen. Damit ist dieses Krankenhaus der <strong>zweitgr\u00f6\u00dfte Arbeitgeber<\/strong> &#8211; nach einer Baumwollfabrik &#8211; in dieser Region.<\/p>\n<p>Das gesamte Personal (incl. der dahinterstehenden sicher 5-7 k\u00f6pfigen Familien) erh\u00e4lt nicht nur regelm\u00e4\u00dfig seine Lohnzahlungen, sondern auch eine kostenlose medizinische Versorgung.\u00a0 Neben der medizinischen Versorgung der Menschen ist das Projekt damit auch ein Leuchtturm &#8211; gerade in unserer aktuellen Zeit und vor dem Hintergrund der Migrationsdebatten &#8211;\u00a0 bzgl. der Schaffung von Perspektiven f\u00fcr Menschen in den afrikanischen L\u00e4ndern s\u00fcdlich der Sahara.<\/p>\n<p><strong>Wirtschaftlich<\/strong> betrachtet schafft das Zentrum inzwischen ein <strong>Autofinancement<\/strong> von mehr ca. 84 Prozent f\u00fcr die entscheidenden Kostenbl\u00f6cke: L\u00f6hne der beninischen Mitarbeiter, Medikamente sowie medizinische Verbrauchsmaterialien. Das Krankenhaus ist gut integriert in die beninische Gesundheitspyramide und respektiert in seiner Leistung f\u00fcr die Menschen. Dies zeigt sich an einer klaren Bereitschaft des beninischen Gesundheitsministeriums zur Kostenpartizipation.<\/p>\n<p>Um manche Versprechen der beninischen Regierung jedoch &#8211; wie die Realisierung einer ordentlichen, gepfla\u00adsterten Zuwendung zum Krankenhaus &#8211; wartet die Aktion pro Humanit\u00e4t seit 1995. Doch die Best\u00e4ndigkeit generiert die Nachhaltigkeit eines solchen Projektes und so fordert die europ\u00e4ische Projektleitung in Gohomey dies immer und immer wieder ein bei der Regierung und seit dem letzten Jahr ist klar, dass auf kommunaler Ebene f\u00fcr den Stra\u00dfenbau auch ein Budget bereit gestellt wurde.<\/p>\n<p>Das Hospital in Gohomey ist Mitglied im Dachverband der privaten Krankenh\u00e4user in Benin (AMCES).<\/p>\n<p>Aufgrund eines hervorragenden Job-Angebotes muss nun die seit fast acht Jahren im Projekt so kompetent und effektiv arbeitende Projektleiterin unvorhergesehen zehn Monate eher aus ihrem Dienst ausscheiden. Eine regul\u00e4re Projektnachfolge ist \u00fcber die Arbeitsgemeinschaft Entwick\u00adlungs\u00adhilfe (AGEH) in K\u00f6ln f\u00fcr den 01. Juli 2019 beantragt.<\/p>\n<p>Damit diese Situation des vorzeitigen Ausscheidens der amtierenden Projektleiterin nicht zu einer ernsten Bedrohung f\u00fcr Erfolg und Nachhaltigkeit dieses Krankenhauses wird, sucht die Aktion pro Humanit\u00e4t schnellstm\u00f6glich eine\/n in<strong> Management sowie Controlling erfahrene\/n Interims-Projektleiterin\/Projektleiter<\/strong>. Franz\u00f6sische Sprachkenntnisse sind in diesem frankophonen Land Westafrikas unabdingbar wichtig. Flug- und Unterbringungskosten k\u00f6nnen von der Stiftung ebenso \u00fcbernommen wie eine entsprechende Versicherung f\u00fcr den Einsatz und eine Aufwands\u00adentsch\u00e4\u00addigung. Ansonsten wird ein solches Engagement als zeitlich begrenztes, ehrenamtliches Engagement erbeten, da alle Team-Mitglieder in der Stiftung sowie im medizinisch-technischen Expertenteam ebenfalls ehrenamtlich arbeiten.<\/p>\n<p>Kontakt: Stiftung Aktion pro Humanitaet,<br \/>\nDr. Elke Kleuren-Schryvers, Friedenstr.32-34, 47623 Kevelaer.<br \/>\nMail: aktion-pro.humanitaet@web.de<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit mehr als zwei Jahrzehnten engagiert sich die Hilfsorganisation APH (Aktion pro Humanit\u00e4t) in Westafrika. Es konnte eine Krankenstation gebaut werden, vor vier Jahren wurde sogar ein Operationscontainer im Busch installiert \u2013 alles mit Hilfe von Spenden. Im November wird eine Kinderstation er\u00f6ffnet. 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