Liebe Freunde und Unterstützer der Aktion Pro Humanität,

Vor einigen Tagen erreichte uns die folgende Nachricht aus dem Dorf Bomoanga im
Niger. Es ist ein Dorf mitten in unserer Brunnenregion, nahe der Grenze
zu Burkina Faso gelegen. Von dort aus kommt es in den letzten Monaten
immer wieder zu islamistischen Übergriffen, welche die notleidende
Bevölkerung in der Region Bomoanga nun auch noch der Angst des Terrors
aussetzt. Im September letzten Jahres wurde aus diesem Dorf der
italienische Priester Luigi Maccalli entführt. Er hatte die Bevölkerung
seiner Region, in der er als Priester bereits mehrere Jahrzehnte mitten
unter den Menschen im Sahel lebte, immer zur Seite gestanden mit seiner
Hilfe und der seiner italienischen Freunde und Helfer aus den dortigen
Pfarrgemeinden. Insbesondere jetzt, in den Zeiten unseres Hochsommers,
Juli, August, September, Oktober. Dann geht sehr vielen Familien im
Sahel ihr eigener Nahrungsmittelvorrat an Hirse oder Mais aus und bis
zur nächsten Ernte gilt es drei, vier Monate zu überbrücken. Doch
womit? Diese Menschen sind bitterarm, leiden zu Millionen ganzjährig an
chronischem Hunger, wie es im Fachjargon heißt. Konkret für den Bauch
der Menschen heißt das: maximal einmal am Tag etwas zu essen und wenn,
dann immer Gleiches: Hirsebrei, Hirsebrei, Hirsebrei…

Jetzt aber sind die Wochen des Jahres, wo es für viele Familien noch
nicht einmal jeden Tag eine Mahlzeit gibt. Es ist die Zeit der schwer 
mangel- oder unterernährten Kinder. Darum kam jetzt eine wirklich 
schwerwiegende Bitte zu uns: ca. 700 Familien leiden diesen Hunger 
derzeit und benötigen schnelle Hilfe. Pater Macalli, von dem es seit
neun Monaten kein Lebenszeichen gibt, fehlt aber. So haben Erzbischof
Laurent und sein Team eine Bitte an die Stiftung Aktion pro Humanität
formuliert. Für 700 Familien (durchschnittlich 7 Personen) benötigt man
derzeit noch für drei Monaten 4200 Säcke mit Hirse oder andere
Cerealien. Pro Familie also für die nächsten drei Monate 6 Säcke. Ein
Sack Hirse kostet aktuell 40 Euro. Also 80 Euro pro Monat für 7 Personen
helfen einer Familie in Bomonga bis zur neuen Ernte zu überleben, wenn
keine neuen Katastrophen passieren. Dürre, Überschwemmungen,
Insektenplagen etc. Für uns schockierend in der Berechnung: ca. 40 Cent
am Tag entscheiden über erniedrigenden, entwürdigenden Hunger von
Menschen oder über ein wenigstens näherungsweise zu spürendes
Sättigungsgefühl…

Wer den Familien dort konkret helfen möchte, der kann den Betrag für
einen oder mehrere Säcke Hirse spenden. Doch Pater Maccalli hatte auch
ein Projekt für mangel- und unterernährte Kinder auf den Weg gebracht.
Hier ist die Situation wie folgt. Für ein schwer unterernährtes Kind
benötig man in den ersten 28 Tagen der Versorgung 100 Euro für die
Spezialmilchprodukte, Medikamente etc. Für weitere 60 Tage bedarf es
dann noch einmal 100 Euro. Also 200 Euro, um einem kleinen Menschen im
Niger zumindest zuerst einmal die Perspektive des nackten Überlebens zu
ermöglichen. Kalkuliert wird derzeit ein solches Budget für 50 Kinder,
das bedeutet 10.000 Euro.

Wenn Sie also einen Sack Hirse bereitstellen möchten für eine Familie in
Bomoanga oder vielleicht als Familie, als Gruppe, als Verein einer
Familie oder einem unterernährten Kind dort das Überleben ermöglichen
möchten, dann helfen Sie mit dem entsprechenden Stichwort:
Hunger-Nothilfe Bomoanga/Niger im Sinne von Pater Macalli  und geben an,
ob Sie Hirsesäcke (Stichwort Hirse Bomoanga) spenden möchten oder einem
Kleinkind für sein weiteres Überleben helfen wollen (Nothilfe für Kinder
Bomoanga) .

Das Team im Niger dankt schon jetzt allen, die helfen wollen!

Die Aktion pro Humanität kann diese Hilfe nicht alleine mit Ihnen allen
bewerkstelligen neben den laufenden Aufgaben des Brunnenbaus, der
medizinischen Hilfe, des Schulbaus und der Unterstützung für das
Krankenhaus in Benin. So bitten wir auch das Bistum Münster und die
Pfarrgemeinde St. Marien um Hilfe, ebenso wie andere Kooperationspartner
und Verbündete im Ringen um Menschlichkeit und Menschenwürde dort im
Niger, bei den Menschen in Bomoanga. Diese Menschen sind es unter vielen
anderen weltweit, die gezwungen sind, am Wegesrand unserer Welt zu
liegen, wie Papst Franziskus es formuliert. Sie sind gezwungen, mit all
ihren Ängsten vor Hunger, vor Terror, vor Zukunft überhaupt zu leben –
irgendwie. Bis sie sterben oder fliehen….oder bis wir uns an ihre
Seite stellen und damit die Aufgabe von Pater Macalli übernehmen, der
dies jetzt nicht kann. Wir können zu seinen Händen werden und vielleicht
gibt ihm das Kraft …..wir können im Gebet, in Wort und Werk, also
konkretem Handeln unterstützen. Albert Schweitzer formulierte: Gebete
ändern nicht die Welt. Gebete verändern Menschen und Menschen verändern
die Welt.

https://pro-humanitaet.de/spenden/individuell-spenden/

Konto der „Stiftung Aktion pro Humanität“

IBAN: DE39 3206 1384 4330 1300 11
BIC: GENODED1GDL
Volksbank an der Niers eG
Kto. 43 3013 0011 – BLZ 320 613 84

IBAN: DE98 3245 0000 0005 0276 51
BIC: WELADED1KLE
Sparkasse Rhein Maas
Kto. 5 02 76 51 – BLZ 324 500 00

Presseberichte:

https://rp-online.de/nrw/staedte/wesel/erzbischof-bittet-in-kevelaer-um-unterstuetzung-fuer-menschen-im-niger_aid-45075869
https://www.bistum-muenster.de/startseite_aktuelles/newsuebersicht/news_detail/40_cent_sichern_das_ueberleben_eines_menschen_im_niger