Sicherlich haben Sie alle die schrecklichen Bilder mitbekommen, die am Dienstag in Beirut im Libanon entstanden sind. Eine schreckliche Tragödie mit einer extremst zerstörerischen Explosion.
Wir können durch unseren Kontakt in die Gegend, Pater Firas Lufti, einen Einblick in die Situation und die menschlichen Schicksale vor Ort erhalten und hören heraus, dass unsere Hilfe dringendst von Nöten ist.
So schildert Pater Firas Lufti:
„Es geht mir persönlich gut und den Brüdern in Beirut in meinem Konvent glücklicherweise auch. Einzig macht sich derzeit Erschöpfung breit. Die verzweifelte Situation der Menschen hier in Syrien – wir brauchen Eure Hilfe für die Flüchtlinge hier, für die Christen. Alles ist schwer für meine beiden Mitbrüder hier vor Ort, weil sie unter einem IS-Regime leben und arbeiten. Dennoch: Wir brauchen Euch und Euer Wirken, damit die Menschen glauben können, dass noch Hoffnung besteht. Und dann diese Explosion in Beirut, Beirut, wo ich eigentlich sein sollte. Beirut ist mein Lebens- und Arbeitsmittelpunkt im Augenblick als Franziskaner-Oberer für die drei Länder der Kustodie des Heiligen Landes, Syrien, Jordanien, Libanon.
Die Menschen im Libanon haben so viele Flüchtlinge aufgenommen, obwohl das Land am Boden lag. Jetzt diese totale Zerstörung. Die Hospitäler sind zerstört oder in desolater Situation durch den wirtschaftlichen Niedergang des Landes – schon lange vor dieser Katastrophe. Und jetzt brauchen wir dringend Krisen- und Katastrophenhilfe! Die Menschen brauchen Nahrung, Trinkwasser, Baumaterialien, sicher auch Medikamente und medizinische Hilfe. Aber erst einmal benötigen wir das Allernotwendigste zum Leben.
Bitte grüß alle Menschen am Niederrhein, die uns schon in Aleppo so wunderbar geholfen haben für die kriegstraumatisierten Kinder. Grüße meine Mitbrüder, die Bischöfe des Bistums Münster. Vor allem Bischof Rolf Lohmann, den ich ja noch aus Kevelaer kenne. Das Bild der Consolatrix afflictorum, der in Kevelaer verehrten Muttergottes, das er mir damals, 2016, schenkte, schützt mich! Davon bin ich sehr überzeugt. Denkt an uns, betet für uns und – wenn Ihr auch für Beirut helfen könntet – ich benötige Eure Hilfe dringend!
Neben all den erschütternden und zerstörten Lebensinhalten, physisch und psychisch, ist es die große, zusätzliche Angst vor dem Corona-Virus, die allen Menschen den Atem verschlägt. Wir haben hier kaum medizinische Chancen gegen das Virus – weder in Syrien, noch im Libanon. Und die Ansteckungsgefahr steigt in dieser Katastrophe in Beirut sicher massiv. Bleibt an der Seite der Menschen hier im Heiligen Land! Das ist meine herzliche Bitte. Vergesst sie nicht.“
Während wir mit Pater Firas bereits eine Aktion zur Realisierung der Hilfe für Flüchtlingsfamilien in Syrien an den Start gebracht hatten -Realisierung der Versorgung von ca. 240 Familien für die nächsten Monate mit zur Verfügung gestellten Mitteln der Seibt-Stiftung – Wir helfen Kindern weltweit e.V., unserer Stiftung und der signalisierten Bereitschaft des Weltkirchereferates des Bistum Münster – geschah dieses schreckliche Ereignis.
Für die schnelle, aktuelle Katastrophenhilfe für Beirut haben wir nun ebenfalls erste Unterstützung möglich gemacht: Die Bernd Zevens/Zevens-Stiftung Kleve spendete 5000 Euro, Helene Keppel aus Geldern überwies 10.000 Euro und auch die Seibt-Stiftung und wir von APH haben beschlossen, jeweils 10.000 Euro zur Katastrophenhilfe für die Menschen in Beirut bereitzustellen. Die Hilfe vom Niederrhein wird Pater Firas direkt erreichen.
Dennoch benötigen wir auch Ihre Hilfe.
Wer den Menschen in Beirut helfen möchte, kann das unter dem Stichwort „Katastrophenhilfe Beirut/Pater Firas“ tun.
Unser Spendenkonto der Stiftung lautet:
Aktion pro Humanität
Volksbank an der Niers
IBAN DE39 320 613 84 4330 1300 11
Wir danken vielmals für Ihre Mithilfe!