Beiträge

2018 – Tagebuch 4

Tagebuch Januar 2018/4

Heute gegen 9.00 Uhr verlassen wir unser Projekt in Gohomey. Aber natürlich nicht, ohne unseren Mitarbeitern und dem kleinen Hungerkind Andre „Lebewohl“ zu sagen. Thomas hat den kleinen Andre besonders ins Herz geschlossen. Er hat immerhin so viel an Agilität gewonnen, dass er sich die Magensonde zur leichteren Nahrungs­zufuhr selbst gezogen hat und jetzt vom Löffelchen seine Spezialmilch trinkt.

Besonders möchte ich noch berichten, wie wunderbar in Ordnung in unserem Projekt war. Alles sah so strahlend aus. Wir haben Helene und Dieudonné sehr dafür gedankt. Sogar unsere Kapelle war neu „geweisselt“.

Wir glauben, das hatte auch etwas mit dem angekündigten Besuch von Mgr. Rolf zu tun. Unsere kleine Gnadenkapelle im Krankenhaus-Innenhof strahlt weiter unvermindert aus sich heraus. Charly betet dort am Morgen den Angelus mit uns, bevor wir alle fahren.

Auch die elektrotechnischen Probleme sind bearbeitet. Ange hat alle Versicherungen unserer Fahr­zeuge und Mopeds aktualisiert nach Erfordernissen und ist Charly zur Hand gegangen. Thomas hat die Planung zur Gestaltung des Hofes/Gartens vor der Pädiatrie bearbeitet und fertiggestellt und uns hervorragend umsorgt. Er lief immer völlig dynamisch los, um irgendetwas zu trinken, zu essen zu besorgen, wenn jeder von uns dachte: „Ach, nicht so wichtig, als dass ich mich jetzt wieder auf den Weg durch die Hitze mache …“

Der Flug heute mit einer Bombardier Propellermaschine von Cotonou nach Niamey war perfekt. Schon beim Anflug sehen wir nur braune, staubige Erde. Kaum ein Baum oder Strauch. Sahel. Ein eklatanter Unterschied zu Gohomey. Es lief wirklich hervorragend mit der Anreise und wir sind gut installiert hier am Bischofssitz.

Nach der Programmbesprechung für unsere Tage und dem gemeinsamen Abendessen im Refektorium zieht es uns noch einmal nach draußen in die sehr angenehm laue Nacht Afrikas … Das Klima hier lässt sich wirklich wunderbar ertragen. Trotz gleicher Hitze von 33 Grad schwitzt man hier im Gegensatz zu Benin gar nicht.

Bonne nuit!